Aktuelles

MaĂźnahmen zur Luftreinhaltung orientieren sich an der neuen NERC-Richtlinie

Ende letzten Jahres wurde in der EU eine überarbeitete Richtlinie zu nationalen Emissionshöchstmengen bzw. zu nationalen Emissionsreduktionsverpflichtungen verabschiedet. Diese neue Richtlinie (EU) 2016/2284 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2016, nun als NERC-Richtlinie bezeichnet (NERC = National Emission Reduction Commitments) beinhaltet Zielstellungen für die sechs wichtigsten Luftschadstoffe, die zwischen 2020 und 2030 zu realisieren sind. Für Deutschland ergibt sich daraus die Verpflichtung, die Freisetzung von Schwefeldioxid (SO2) um 58 %, die von Stickoxiden (NOx) um 65 % und die des Ammoniaks (NHy) um 29 % zu mindern, jeweils im Vergleich zum Bezugsjahr 2005.

Ein Ziel dieser Maßnahmen ist, die Belastung der Ökosysteme durch Luftschadstoffe zu verringern und der Versauerung und / oder Eutrophierung entgegen zu wirken. In vielen europäischen Ländern werden daher ökologische Belastbarkeitsgrenzen, sogenannte Critical Load ermittelt, und diese mit den tatsächlichen Einträgen verglichen. Im April 2017 haben die beteiligten Forschungsteams den aktuellen Wissenstand dazu auf einer Tagung in Wallingford (UK) ausgetauscht. ÖKO-DATA stellte den Stand der Arbeiten in Deutschland vor.

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Sind unsere Wälder fit für den Klimawandel?

Dieser Frage gingen Wissenschaftler im Rahmen eines KLIMZUG- Projektes (Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten) nach. Ergebnisse sind nun jüngst als Buchpublikation erschienen. Dabei wurde auch das bei ÖKO-DATA entwickelte BERN-Modell (Bioindication for Ecosystem Regeneration towards Natural conditions) verwendet, um beispielsweise Arealverschiebungen von Leitwaldgesellschaften unter dem Einfluss des Klimawandels zu beschreiben. Das Modell ermöglicht ebenso Aussagen zur Vitalität von Baumarten bzw. deren Mischung unter zukünftigen Klimabedingungen.

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Neue Perspektiven wagen: Strausberger Nachhaltigkeitsbericht 2015/16

Die Lokale Agenda Strausberg 2020, beschlossen auf der Stadtverordnetenversammlung am 29.03.2012, geht in die „Halbzeit“, die ersten 5 Jahre des Handlungszeitraums sind absolviert. Das war Anlass Bilanz ziehen über das Erreichte und den Blick zu richten auf das zu Erwartende. Wie schon 2007 und 2011 wurde dafür wieder ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Der von der Stadtverordnetenversammlung berufene Beirat zur Lokalen Agenda hat in Kooperation mit der Stadtverwaltung und ÖKO-DATA dieses Projekt umgesetzt. Am 24.02.2016 wurden auf einem öffentlichen Forum die Ergebnisse aus dem neuen Nachhaltigkeitsbericht vorgestellt.

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BERN 4.0 veröffentlicht

Im Rahmen der Arbeiten zur Genfer Luftreinhaltekonvention wendet sich das ICP Modelling & Mapping seit längerem verstärkt den Wirkungen von Luftschadstoffen auf die Biodiversität zu. Im internationalen Maßstab wurde eine Reihe von Modellen entwickelt, mit denen geochemische Prozesse und Veränderungen mit denen in Ökosystemen gekoppelt werden können. Zur Erfassung der Auswirkungen auf die Ökosysteme, darunter das Schutzgut Biodiversität, entwickelte das Team von ÖKO-DATA das Modell BERN (Bioindication for Ecosystem Regeneration towards Natural conditions). Zum jeweiligen Stand der Entwicklungen wurde verschiedentlich publiziert, so beim Umweltbundesamt (UBA) in UBA-Texte 22/2004 (BERN 1), UBA-Texte 08/2010 (BERN 2), von Schlutow et al. in BMVBS (2013) und Schlutow et al. in deVries et al. (2015) (BERN 3). Nunmehr liegt dieses Modell in der Version 4.0 vor, in der die BERN-Datenbank an aktuell verfügbare Bodendaten angepasst wurde.

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Energiewende konkret

Energiewende: Alle reden darüber…aber was bedeutet das konkret in Brandenburg?

Das Land will den Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bis 2030 auf 40% erhöhen. Für den Bereich der Windenergienutzung erfordert dies, etwa 2% nutzbare Landesfläche zur Verfügung zu stellen (Energiestrategie des Landes Brandenburg).

Die fünf regionalen Planungsgemeinschaften (RPG), die in Brandenburg für Raumordnungsverfahren zuständig sind, stellen dazu entsprechende Teilregionalpläne auf. In diesen werden u. a. Eignungsgebiete für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen. Solche Pläne müssen nach Raumordnungsgesetz einer Strategischen Umweltprüfung (SUP) unterzogen werden. Diese Umweltprüfung einschließlich der Erarbeitung des Kernstücks, des Umweltberichts, wurde für drei dieser Planungsregionen bei ÖKO-DATA durchgeführt. Aus den „Steckbriefen“ zu den Eignungsgebieten Windenergienutzung lassen sich in Kurzform alle Bewertungen zu den geprüften Schutzzielen und Schutzgütern entnehmen. Die Ergebnisse sind auf den Internetseiten der Planungsgemeinschaften verfügbar.

RPG Prignitz-Oberhavel

RPG Lausitz-Spreewald

RPG Uckermark-Barnim

Kartenquelle: Gemeinsame Landesplanung Berlin - Brandenburg

 

 

Critical Load zum Schutz vor Versauerung und Eutrophierung sowie zum Erhalt der Biodiversität

Deutschland hat wie 11 weitere europäische Länder im Mai einen neuen Datensatz mit den Ergebnissen der deutschlandweiten Kartierung von Critical Load an das europäische „Coordination Centre for Effects“ (CCE) übermittelt, welches die Länderaktivitäten innerhalb des Programms „Modelling & Mapping of Critical Loads and Levels…“ (www.icpmapping.org) koordiniert. Dabei wurden neben den „klassischen“ Critical Load, die die Belastungsgrenzen für den Eintrag von versauernden und/oder eutrophierenden Luftschadstoffen angeben, auch Critical Load zum Erhalt der Biodiversität für die empfindlichen Ökosysteme Deutschlands ermittelt. Aus dem Vergleich der Critical Load mit den tatsächlichen Einträgen von Schwefel- und Stickstoffverbindungen sowie Ammoniak lassen sich dann Rückschlüsse ziehen, wo und in welchem Umfang Ökosysteme durch Luftschadstoffe gefährdet sind. Die Einhaltung oder Überschreitung von Critical Load im zeitlichen Trend gibt dann über die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Luftreinhaltung Aufschluss. Zielstellung der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bleibt es, dass bis zum Jahr 2020 alle Critical Load eingehalten werden.

Begleitender Report zur Datenlieferung an das CCE (englisch)

Forschungsberichte zur Ermittlung der Critical Load

PINETI1 Abschlussbericht

PINETI2 (Zwischenergebnisse 05/2015, englisch)

Stickstoff in der Umwelt: Probleme - Lösungen - Erfordernisse

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat in seinem Sondergutachten „Stickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes Umweltproblem“ deutlich gemacht, dass die zu hohen Einträge von oxidierten (NOx) und reduzierten (NHy) Stickstoffverbindungen eines der großen ungelösten Probleme unserer Zeit sind (1). In diesem Zusammenhang muss auch darauf verwiesen werden, dass Deutschland die von der EU für 2010 gesetzten Ziele für eine verminderte Emission von Stickoxiden und Ammoniak verfehlt hat (2). Umso deutlicher daher die Botschaft des SRU-Gutachtens, zügig Maßnahmen zur Minderung der Stickstofffrachten zu ergreifen und dazu „eine nationale Stickstoffstrategie“ zu erarbeiten.

Mit gleichem Anliegen hat sich das Umweltbundesamt an die Öffentlichkeit gewandt. In der Broschüre „Reaktiver Stickstoff in Deutschland - Ursachen, Wirkungen, Maßnahmen“ werden die bisherigen Anstrengungen analysiert und weitere Vorschläge unterbreitet. „In der Vergangenheit konnte eine deutliche Minderung der Stickstoffemissionen aus Industrie, Energiewirtschaft, Verkehr und der Abwasserbehandlung erreicht werden. Weit weniger erfolgreich sind die Minderungen bisher in der Landwirtschaft. Ihr Anteil an den deutschen Stickstoffemissionen beträgt mittlerweile gut 60 Prozent. Um eine wesentliche Verbesserung für die Umwelt einzuleiten, sollte daher das in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung vereinbarte Ziel für den im Überschuss eingesetzten Stickstoff in der Landwirtschaft fortgeschrieben werden.“ (3)

ÖKO-DATA hat für beide Gutachten die Critical Load Daten bereitgestellt sowie die Einhaltung bzw. Überschreitung der Belastungsgrenzen durch die atmosphärischen Einträge ermittelt und kartiert.

(1) SRU-Sondergutachten „Stickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes Umweltproblem"

(2) UBA „Genug getan für Mensch und Umwelt? Wirkungsforschung unter der Genfer Luftreinhaltekonvention“

(3) UBA „Reaktiver Stickstoff in Deutschland - Ursachen, Wirkungen, Maßnahmen“

Neue Homepage von Ă–KO-DATA freigeschaltet

Mit dem Monat Februar sind wir nicht nur dem Sommer ein Stück näher gekommen, wir sind auch mit unserer Internetpräsenz „umgezogen“ und haben renoviert. Unter der bekannten Adresse www.oekodata.com kann man uns nun per Computer ebenso wie mit Tablets oder Smartphones finden, Informationen zu unserem Leistungsprofil sowie aktuellen Projekten abrufen. Wir freuen uns über Besuch im Internet und sind natürlich auch an Rückmeldungen interessiert.

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Untersuchung und Bewertung von straßenverkehrsbedingten Nährstoffeinträgen in empfindliche Biotope

Das FE-Vorhaben der Bundesanstalt fĂĽr StraĂźenwesen wurde bearbeitet von Bosch & Partner GmbH, FĂ–A-Landschaftsplanung GmbH, Lohmeyer GmbH & Co. KG sowie Ă–KO-DATA GmbH. Mitgewirkt haben das BĂĽro AVENA GbR sowie das BĂĽro fĂĽr angewandte Ă–kologie und Forstplanung GmbH.

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Klimaprojektionen, Luftverschmutzung und Belastungsgrenzen von Ă–kosystemen

Im Zeitraum von April 2012 bis Juni 2014 lief das im Rahmen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Sachsen - Polen geförderte Projekt KLAPS (Klimawandel, Luftverschmutzung und Belastung von Ökosystemen im polnisch-sächsischen Grenzraum). Dabei untersuchte ÖKO-DATA die Auswirkungen des rezenten und vorhergesagten Klimawandels sowie des Eintrags von Luftschadstoffen auf die Ökosysteme.

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