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Januar 2012: Deutsche Buchenwälder als UNESCO Weltnaturerbe vor Eutrophierung schützen

Die UNESCO hat im Juni 2011 fünf deutsche Buchenwaldstandorte in die Liste des Welterbes (UNESCO World Heritage) aufgenommen.

Dabei handelt es sich um ausgewählte Waldflächen in fünf Schutzgebieten:

  • Nationalpark Jasmund (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Serrahn im Müritz-Nationalpark (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Grumsin im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg)
  • Nationalpark Hainich (Thüringen)
  • Nationalpark Kellerwald-Edersee (Hessen).

Diese Gebiete repräsentieren die wertvollsten Relikte großflächiger naturbelassener Buchenwälder in Deutschland. Sie ergänzen hervorragend das seit 2007 bestehende UNESCO-Weltnaturerbe Buchenurwälder der Karpaten, mit denen die deutschen Gebiete nun eine gemeinsame Stätte bilden (siehe: Deutsche Buchenwälder – Weltnaturerbe der UNESCO, BMU Oktober 2011).

Mit der Aufnahme der Buchenwaldstandorte in das Welterbe ergibt sich nunmehr auch eine besondere Verantwortung für deren Schutz, den Erhalt und die langfristige Sicherung dieser wertvollen Ökosysteme. Ein Risikofaktor dabei ist der Eintrag von Luftschadstoffen, die versauernd und / oder eutrophierend wirken und zu schädigenden Veränderungen im ökologischen Gleichgewichtssystem führen können. Zur Bewertung dieses Risikos durch atmogene Stoffeinträge werden europaweit seit mehr als zwanzig Jahren ökologische Belastungsgrenzen - Critical Loads - ermittelt und mit den tatsächlichen Einträgen verglichen. Eine Überschreitung dieser Belastungsgrenzen, als Critical Load Exceedance bezeichnet, birgt dann die Gefahr einer schädigenden Veränderung in sich. Die Einhaltung der Critical Loads sorgt dafür, dass in das Ökosystem nur die Mengen an Stoffen eingetragen werden, die verarbeitet, aufgenommen, gepuffert oder gefahrlos ausgewaschen werden können.

Für die fünf UNESCO-Buchenwaldstandorte wurden bei ÖKO-DATA entsprechende Analysen durchgeführt. In deren Ergebnis kann festgestellt werden: Die Belastungsgrenzen für versauernde Einträge sind an keinem der Standorte überschritten. Im Gegensatz dazu sind alle fünf Buchenwaldstandorte einer Stickstoffdeposition oberhalb der ökologischen Belastungsgrenzen und damit einem erhöhten Risiko durch Eutrophierung ausgesetzt.

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