Klimawandel

Die deutsche Forst- und Landwirtschaft ist bereits heute und erst recht in der Zukunft mit den Problemen des Klimawandels konfrontiert. Das betrifft einerseits die Auswirkungen auf die Vitalität der Bäume, der Ackerfrüchte und des Dauergrünlands und auf der anderen Seite Veränderungen in der Biodiversität der Pflanzengesellschaften.
 
Es existiert eine Fülle von historischen Aufnahmen natürlicher und sekundär-natürlicher Gesellschaften von weitgehend unbelasteten Referenz-Standorten aus einer Zeit vor dem massiven Klimawandel. In Auswertung einer sehr großen Anzahl von mitteleuropäischen Vegetationsaufnahmen wurde das BERN-Modell (Bioindikative Ermittlung der Regenerierungspotenziale von Naturräumen) für die Abbildung der Dynamik natürlicher Pflanzengesellschaften in Abhängigkeit von Standort- und Klimaveränderungen bei ÖKO-DATA entwickelt.
Damit kann für jeden Standortstyp und jede Klimazone angegeben werden, welche Gesellschaft(en) mit welchem Möglichkeitsgrad existieren könnten. Auf der Basis von Klimaprognosen kann ermittelt werden, welche Wald- oder andere Pflanzengesellschaft in Zukunft an einem Standort eine hohe Vitalität ausprägen kann.

Die regionale Anwendung des Modells z. B. für die Aufgabenstellung des klimaangepassten Waldumbaus in Sachsen ergab die Empfehlung, Arten und Unterarten zu verwenden, die heute im südosteuropäischen Raum heimisch sind.
 

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