CL in der ökologischen Waldzustandskontrolle
Ökologische Belastungsgrenzen und Nachhaltigkeit -
Aussagen zum Regenerationspotenzial von Waldstandorten am Beispiel der 14 Thüringer Wald- und Hauptmessstationen
Zu den wenigen Wörtern, die in den letzten Jahrzehnten aus dem deutschen Sprachraum kommend nunmehr international gebräuchlich sind, gehört der Begriff „Waldsterben“. Angesichts dessen und an die bereits vor mehr als 200 Jahren von Georg Ludwig Hartig, einem der Begründer der Forstwissenschaft, formulierten Prinzipien der Nachhaltigkeit anknüpfend, entwickelte sich in Deutschland das forstliche Umwelt¬monitoring.
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„Es läßt sich keine dauerhafte Forstwirtschaft denken und erwarten, wenn die Holzabgabe aus den Wäldern nicht auf Nachhaltigkeit berechnet ist. Jede weise Forstdirektion muss daher die Waldungen [...] so hoch als möglich, doch so zu benutzen suchen, daß die Nachkommen-schaft wenigstens ebensoviel Vorteil daraus ziehen kann, wie sich die jetzt lebende Generation zueignet.“ (Hartig, 1804) |
Die Untersuchungen an den 14 Thüringer Wald- und Hauptmessstationen ergaben, dass die Critical Loads an den meisten Standorten nur noch leicht überschritten sind. Während die Belastung durch Schwefeleinträge kaum noch ins Gewicht fällt, bewirken allerdings die Stickstoffeinträge an allen Standorten eine andauernde Überschreitung der Critical Loads.
Zwischen den Jahren 1994 und 2006 zeigen die Depositionen an den einzelnen Standorten (hier beispielhaft für zwei der 14 Standorte vorgestellt), dass die erheblichen Überschreitungen der Critical Loads der Vergangenheit angehören. Insbesondere die Überschreitung durch die gemessene Schwefeldeposition ist nur noch am Standort Harz und am Standort Leinawald vorhanden, wobei eine stetige Abnahme bis 2006 auch an diesen Standorten zu beobachten ist.
In den beiden nachfolgenden Abbildungen für die Standorte Vessertal und Pfanntalskopf zeigt die grüne Linie den Verlauf der Critical Load Funktion, die gelben Punkte die Deposition des jeweiligen Jahres. Die Schwefel- und Stickstoffdeposition wurde direkt aus den vorliegenden Stoffeinträgen unterhalb der Kronen abgeleitet (Methode nach Gauger et al. 2007). Teile der trockenen Deposition und die Nebeldeposition werden durch diese Methode nicht ausreichend erfasst. Die tatsächliche Gesamtdeposition von Schwefel- und Stickstoffver¬bindungen ist etwas höher zu erwarten.
Zwischen den Jahren 1994 und 2006 zeigen die Depositionen an den einzelnen Standorten (hier beispielhaft für zwei der 14 Standorte vorgestellt), dass die erheblichen Überschreitungen der Critical Loads der Vergangenheit angehören. Insbesondere die Überschreitung durch die gemessene Schwefeldeposition ist nur noch am Standort Harz und am Standort Leinawald vorhanden, wobei eine stetige Abnahme bis 2006 auch an diesen Standorten zu beobachten ist.
In den beiden nachfolgenden Abbildungen für die Standorte Vessertal und Pfanntalskopf zeigt die grüne Linie den Verlauf der Critical Load Funktion, die gelben Punkte die Deposition des jeweiligen Jahres. Die Schwefel- und Stickstoffdeposition wurde direkt aus den vorliegenden Stoffeinträgen unterhalb der Kronen abgeleitet (Methode nach Gauger et al. 2007). Teile der trockenen Deposition und die Nebeldeposition werden durch diese Methode nicht ausreichend erfasst. Die tatsächliche Gesamtdeposition von Schwefel- und Stickstoffver¬bindungen ist etwas höher zu erwarten.
