Critical Load Überschreitungen
Drei Jahrzehnte europäischer Luftreinhaltepolitik, getragen von den Protokollen der UNECE Konvention über weitreichende, grenzüberschreitende Luftverunreinigungen und den EU Direktiven, insbesondere der zur Festsetzung nationaler Emissionsobergrenzen (NEC Direktive) sowie dem EU Programm „Clean Air for Europe (CAFE)“ haben wie in kaum einem anderen Bereich des Umweltschutzes zu einem deutlichen Trendwechsel geführt. Waren Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts noch Bilder abgestorbener Bäume mit dem Begriff „Saurer Regen“ verbunden, gelang es in den 90er Jahren die Emissionen vor allem der säurebilden¬den Luftschadstoffe drastisch zu senken. Allerdings ist diese Minderung besonders ausgeprägt bei der Freisetzung von Schwefelverbindungen, während die Stickstoffverbindungen nicht in dem eigentlich notwendigen Maße reduziert werden konnten.
Auch in Deutschland wurden die europäischen Zielstellungen und Verpflichtungen in nationales Recht umgesetzt bzw. mit nationalen Maßnahmen untersetzt. Der seit 1990 stattfindende schnelle Strukturwandel, der in der Industrie und den Haushalten die Kohle, insbesondere die Braunkohle, verdrängt und die erfolgreiche Schadstoffminderung im Zuge der Durchsetzung der Großfeuerungsanlagenverordnung führte insgesamt zu einem deutlichen Rückgang bei den Säureeinträgen. Auf der anderen Seite wurden Gütertransporte vor allem auf die Straße verlegt und die allgemeine Verkehrsdichte hat zugenommen. Den Stickoxiden (NOx) und dem Ammoniak (NHy), gilt hierbei besondere Aufmerksamkeit, weil sie die Ursache für eine fortdauernde Versauerung und die Eutrophierung von Ökosystemen bewirken. So hat sich auch in Deutschland bei den Luftschadstoffen das Gewicht von den Schwefel- zu den Stickstoffverbindungen verlagert (Gauger et al. 2007, Abschlussbericht zum UBA-Projekt FKZ 204 63 252)
Die Auswirkungen der Schadstoffbelastung in den Ökosystemen folgen in der Regel dem Trend der Emission und Immission von Luftschadstoffen, wenn auch mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Wie in Zeiten zunehmender Belastung reagieren die Ökosysteme auch auf die Entlastung erst nach geraumer Weile.
Auch in Deutschland wurden die europäischen Zielstellungen und Verpflichtungen in nationales Recht umgesetzt bzw. mit nationalen Maßnahmen untersetzt. Der seit 1990 stattfindende schnelle Strukturwandel, der in der Industrie und den Haushalten die Kohle, insbesondere die Braunkohle, verdrängt und die erfolgreiche Schadstoffminderung im Zuge der Durchsetzung der Großfeuerungsanlagenverordnung führte insgesamt zu einem deutlichen Rückgang bei den Säureeinträgen. Auf der anderen Seite wurden Gütertransporte vor allem auf die Straße verlegt und die allgemeine Verkehrsdichte hat zugenommen. Den Stickoxiden (NOx) und dem Ammoniak (NHy), gilt hierbei besondere Aufmerksamkeit, weil sie die Ursache für eine fortdauernde Versauerung und die Eutrophierung von Ökosystemen bewirken. So hat sich auch in Deutschland bei den Luftschadstoffen das Gewicht von den Schwefel- zu den Stickstoffverbindungen verlagert (Gauger et al. 2007, Abschlussbericht zum UBA-Projekt FKZ 204 63 252)
Die Auswirkungen der Schadstoffbelastung in den Ökosystemen folgen in der Regel dem Trend der Emission und Immission von Luftschadstoffen, wenn auch mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Wie in Zeiten zunehmender Belastung reagieren die Ökosysteme auch auf die Entlastung erst nach geraumer Weile.
Überschreitung der Critical Loads durch Schwefel- (links) und Stickstoffeinträge (rechts) im Jahr 2004

